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Zukunftsoffensive Wohnen - Dirk-Ulrich Mende
17 Mai 2016

Zukunftsoffensive Wohnen

Altstadt von Celle

1500 neue Wohnungen: Zukunftsoffensive Wohnen

Die Stadt Celle will in den nächsten fünf Jahren bis zu 1.500 neue Wohnungen im Stadtgebiet schaffen. Sie setzt dabei auf die Entwicklung der Allerinsel, das Schließen von Baulücken, Nachverdichtung im Bestand sowie neue Baugebiete in den Ortsteilen. Gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft und weiteren Partnern aus dem Bau- und Wohnungsgewerbe soll zudem für den Wohnstandort Celle verstärkt geworben werden.

Mit der „Zukunftsoffensive Wohnen“ wollen wir in Celle in den kommenden fünf Jahren 1500 neue Wohnungen in der Stadt schaffen.  Damit geben wir die Antwort auf die festzustellende Trendwende, was die Einwohnerzahlen der Stadt angeht. In den letzten Jahren wurde Celle durch verschiedenen Forschungseinrichtungen immer wieder mitgeteilt, dass die Einwohnerzahl in den kommenden Jahren ständig bis im Jahr 2050 auf rund 65000 Einwohner sinken würde. Bertelsmann und Co. haben sich aber geirrt.  Zwar haben wir bis 2011 eine sinkende Einwohnerzahl festgestellt und lagen schon deutlich unter der Marke von 70.000 Einwohnern. Inzwischen aber liegt die Zahl bei 70650.
Diese positive Entwicklung hat mich vveranlassten unserem Bereich Stadtentwicklung um Ideen und Perspektiven für die Stadtentwicklung zu bitten. Wie kann sich die Stadt dauerhaft entwickeln?

Dabei war zu berücksichtigen, dass die Stadt Celle ein starker Wirtschaftsstandort mit allen schulischen Bildungseinrichtungen, einem breiten Kultur- und Freizeitangebot ist  sowie die Nähe und eine vergleichsweise gute ÖPNV- und Straßenanbindung zur Landeshauptstadt Hannover hat. Insgesamt ist Celle ein attraktiver Wohnstandort. Celle kann deshalb noch mehr vom bundesweiten Trend ‚Zurück in die Stadt‘ profitieren und sowohl junge Menschen und Familien wie auch ‚junge Alte‘ anlocken. Allein der ständig steigende Einpendlerüberschuus – also die vielen Menschen, die zur Arbeit nach Celle fahren – und das sind 11.000 Menschen mehr als Celle zum Arbeiten verlassen – sollten an die Stadt auch als Wohnstandort gebunden werden. Für diese Zielgruppen wollen wir vielfältige Wohnangebote im Stadtgebiet unterbreiten. Und dafür auch im Speckgürtel von Hannover, Wedemark und Burgdorf werben und das Wohnen in Celle schmackhaft machen.

Um dieses durchaus ambitionierte Ziel zu erreichen,  brauchen wir die Unterstützung von außen. Während die Steuerung bei der Stadt liegen sollte, werden wir z.B.  für die Neubaugebiete mit Einfamilienhäuser auch die Umsetzung von Partnern organisieren lassen müssen. Mit den vorliegenden Gutachten zum Stadtentwicklungskonzept Wohnen und zur Innenstadt-Entwicklung kennen wir die erforderlichen Rahmenbedingungen.

Beginnen werden wir mit der Allerinsel und dem Speicherstraßenquartier, damit setzen wir ein erstes deutlich sichtbares Zeichen. Dort kann bereits im nächsten Jahr mit dem Bau der ersten knapp 200 Wohnungen begonnen werden. Insgesamt bietet diese innenstadtnahe Lage Potenzial für über 500 Wohnungen.

Schwieriger, aber trotzdem notwendig ist es, auch die Baulücken zu schließen und so die Innenstadt-Entwicklung voranzutreiben. Durch die Nutzung von Potenzialen im Innenbereich der Stadt und in den Ortsteilen können nämlich weitere rund 700 Wohnungen geschaffen werden. Hier ist die Infrastruktur bereits vorhanden und somit auch dauerhaft kostengünstig für alle Beteiligten.

Die neuen Baugebiete im Ein- und Zweifamilienhausbereich wollen wir an Standorten in Groß Hehlen, Garßen, Hehlentor und  Wietzenbruch realisieren. Gemeinsam mit dem neuen Baugebiet Kieferngrund II können so rd. 150 neue Bauplätze geschaffen werden.

Damit und zusätzlich mit den auf den Markt kommenden Wohnungen und Häusern der Briten haben wir ein attraktives Angebot, mit dem wir noch mehr Menschen nach Celle locken können. Ich rechne mit einem Zuzug von bis zu 3000 Neubürgern. Damit bleibt Celle eine prosperierende und lebendige Stadt im Umfeld der Region Hannover, in der alle gut wohnen, arbeiten und leben können.

Foto: Michel Devezeau

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