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Warum ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren? - Dirk-Ulrich Mende
05 Apr 2015

Warum ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren?

Ergebnisse des anonymen Bewerbungsverfahrens werden vorgestellt

Warum ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren? Die Erfolge bestätigen unsere Arbeit!

Gleiche Jobchancen für alle, Personalauswahl nach Qualifikation und nicht nach Geschlecht und Herkunft: Dieses Ziel kann nachweislich mit dem anonymisierten Bewerbungsfahren erreicht werden. Im Jahr 2010 hat sich die Stadt Celle auf meine Initiative hin an als einzige Kommune Deutschlands an dem bundesweiten Pilotprojekt beteiligt.

Heute zeigt sich, dass mehr Stellen nach Leistung und Qualifikationsstand besetzt werden. Frauen und Männer, Deutsche und Migrantinnen und Migranten haben jetzt die gleiche Chance, einen passenden Job zu finden. Inzwischen haben wir bei der Stadt Celle über 50 Jobs mit diesem Verfahren besetzt, darunter auch Spitzenpositionen wie z.B. den Stadtbaurat oder den Geschäftsführer der Stadtwerke Celle.

Diskriminierung ist nach wie vor ein Thema von hohem politischem und sozialem Interesse. Das 2006 in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz hat zum Ziel, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen. Gleichwohl werden ungleiche Bezahlung sowie unterschiedliche Beschäftigungserfolge besonders für Frauen und ethnische Minderheiten nach wie vor festgestellt. Das anonyme Bewerbungsverfahren ist nach meiner Auffassung eine Möglichkeit, die sich gut umsetzen lässt und gerade auch auf gemeindlicher Ebene und in den Kommunen wirtschaftlich und inhaltlich der richtige Ansatz sein kann.

Heute gestaltet sich das Verfahren wie folgt: Wie üblich werden die Stellen ausgeschrieben. Auf der Webseite der Stadtverwaltung werden zwei Formulare eingestellt: eines für die jeweiligen Kontaktdaten, ein weiteres für die Motivation, die Angaben zur Schul- und Berufsausbildung, Berufserfahrung, zu den fachlichen und allgemeinen Kompetenzen sowie zu ehrenamtlichen Tätigkeiten. Die Bewerbenden füllen die Formulare am heimischen PC aus und leiteten sie per Email an die Bewerbungsstelle. Die Formulare werden jeweils mit einer laufenden Zuordnungsnummer versehen und danach voreinander getrennt. Die Kontaktdaten verbleiben bei einer Vertrauensperson. Die Auswahlkommission erhält nur das Bewerbungsformular ohne Kontaktdaten. Sie entscheidet also allein nach der jeweiligen Qualifikation, welche Person eingeladen wird. Erst nach der Einladung lüftet sich in der Regel das Geheimnis, ob es sich um eine Bewerberin oder einen Bewerber handelt.

Das anonymisierte Bewerbungsverfahren hilft deshalb unbewusste Diskriminierung weitgehend auszuschalten und  zunächst eine Vorauswahl ausschließlich nach den Grundsätzen von Eignung, Leistung und Befähigung zu erreichen. Damit wird die in vielen Untersuchungen als wesentlich gesehene größte Hürde objektiver gestaltet. In den Bewerbungsgesprächen können die Eingeladenen dann durch ihre gesamte Persönlichkeit überzeugen.

Bild: Vorstellung der Ergebnisse des Pilotverfahrens zum anonymen Bewerbungsverfahren mit der Beauftragten Christine Lüders in Berlin. Foto: public domain

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